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Bockau – Laborantendorf des Erzgebirges
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| Umgeben von dichten Wäldern, liegt Bockau idyllisch in einem Seitental der Zwickauer Mulde in einer Höhenlage von 450 – 550 m ü. NN. Obwohl Bockau einen altsorbischen Namen trägt (bukava = Buchenwasser) wurde der als Waldhufendorf bekannte Ort im 13. Jahrhundert von fränkischen Siedlern gegründet. Weit sichtbar zeigt sich der Turm (41m) der barocken Saalkirche aus dem Jahr 1637 mit seinem bereits 1617 geweihten Altar und einem Bildnis aus der Werkstatt Lukas-Cranach-des-Älteren. Der Bergbau und das Laborantenwesen prägten die Geschichte des Ortes.
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Bockaus Ruhm wurde durch seine Arzneihändler begründet. Diese reisten, ausgestattet mit zahlreichen Handelgerechtigkeiten und Privilegien, durch ganz Europa, u. A. nach Leipzig, Nürnberg, Paris, Lübeck und Wien. So haben die Herstellung und der Vertrieb von Arzneien, Tinkturen und Kräuterlikören in der "Wurzelbucke" eine jahrhundertealte Tradition. Das Sammeln und der feldmäßige Anbau von Heilkräutern, der Bergbau und die Herstellung von Vitriolöl waren wichtige Erwerbsquellen. Daneben erlangte das Flechten von Spankörben, das Klöppeln und die Handschuhnäherei eine hohe Blüte. Im technischen Denkmal "Vitriolölhütte" wird mit einer musealen Ausstellung die Traditionen lebendig erhalten.
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Auch heute noch tragen ein "Erzgebirgischer Kräuterlikör" und der nach alter Rezeptur hergestellte "Bockauer Schnupftabak" des Apothekers Räth zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Das "Erste Spirituosenmuseum Sachsens" bietet neben dem Verkosten von Likören auch interessante Einblicke in die Likörherstellung mit historischen Zeitzeugen des Laborantenwesens. Bockaus heutiger Reichtum sind die ausgedehntenWälder, mit gut markierten Wanderwegen, welche so manches Geheimnis entdecken lassen.
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| Über 30 Wanderungen zeigt der "Bockauer Wanderführer" auf, im besonderen fünf Erlebniswanderungen rund um Bockau: auf den Spuren der Jagden der sächsischen Kurfürsten, die Geheimnisse der Bockauer Steine, Interessantes zum Bockauer Bergbau und natürlich eine Wanderung mit zahlreichen herrlichen Aussichtspunkten, um die Reize der naturbelassenen Erzgebirgslandschaft zu genießen. Als Wanderziel zu nennen seien der Hausberg der Bockauer, die "Morgenleithe" (814 m) und der "Auersberg" (1.019 m) im unmittelbaren Waldgebiet. Feiern in der "Wurzelbucke" kann man zu verschiedenen Vereinsfesten, sowie zum traditionellen "Wurzelfest" Mitte August jeden Jahres.
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Im Vorfeld des Wurzelfestes wird zur Wahl der "Wurzelkönigin" aufgerufen.Die Teilnehmerinnen müssen einen Eignungstest und vor einer ausgewählten Jury bestehen. Die Siegerin wird bis kurz vor dem Fest geheim gehalten und zum Fest von der Vorjahreskönigin gekrönt. Die Majestät regiert während eines Jahres zu allen touristischen Höhepunkten. | 
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| Zur vollen Blütezeit im Juni werden die Angelikapflanzen vermessen und die höchste und prächtigste Pflanze ermittelt, aber erst zum Fest wird demstolzen Besitzer oder der stolzen Besitzerin vom Vorjahressieger der Wanderpokal für die "Größte und prächtigste Angelikapflanze" überreicht. Bergmännische Traditionen werden jährlich mit der "Großen Bergvesper" am Kirmessamstag in der Ev.-luth. Kirche und mit der Mettenschicht am 23.12. Vor dem "Friede-Gottes-Stollen" gepflegt.
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Zahlreiche Freizeiteinrichtungen, Gaststätten, Hotels, Pensionen und Ferienunterkünfte in und um Bockau, sowie in der Region "Am Auersberg" empfehlen sich dem Besucher. Bockau unterhält Partnerschaften mit den Städten Herrieden an der Altmühl (Oberfranken / Bayern), Melk an der Donau (in Wachau / Österreich) sowie Bad Sachsa/Neuhof (Südharz/Niedersachsen).
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