Der Laborantengarten

Die Pflanzenauswahl für den hiesigen Laborantengarten erfolgte auf der Grundlage einer Liste mit 94 Gewächsen, von der Magister Körner schrieb:"Ich will diese Wurzeln und Kräuter, so uns die Natur, zum Theile, feywillig liefert, andern Theils aber auch diejenigen, so von den hiesigen Innwohnern durch sonderbaren Fleiß gebauet werden, nach alphabetischer Ordnung verzeichnen."

Nicht alle diese Arten können wir im Garten vorstellen. (Gründe sind Standortbedingungen, Giftigkeit oder auch nur die Beschaffung.) Den interessierten Besucher verweisen wir auf die "Wurzelstube". Dort findet er eine Auflistung der Bockauer Laborantenpflanzen und kann sich über ihren Gebrauch informieren.

Dr. Köhler, Gründer des Erzgebirgsvereins, hat diese Liste in seinem Buch "Zur Geschichte des ehemaligen Arznei-Laborantenwesens im westlichen Erzgebirge" aus dem Jahre 1896 wie folgt bearbeitet:"Während anfangs die verschiedenen benutzten Kräuter und deren Wurzeln nur auf den Fluren, Äckern und in den Wäldern in der Umgebung Bockaus gesammelt wurden, begnügte man sich später nicht mehr damit, sondern zog eine große Auswahl derselben in Gärten und auf Feldern; ja, wo nur dem steinigen Boden der Berghänge ein taugliches Fleckchen Bodens abgewonnen werden konnte, da bepflanzte man dasselbe mit verschiedenen darauf gedeihenden medizinischen Gewächsen, deren Pflege dann mit größter Sorgfalt überwacht wurde."


Dr. Joh. Aug. Ernst Köhler (1829 – 1903)

Gymnasiallehrer in Schneeberg

Aus der großen Vielfalt der Heilplanzen zeigen wir entlang des Weges zwischen Wurzelstube und Laborantengarten einerseits Kräuter, die als Ingredenzien bei der Likörherstellung Verwendung finden und andererseits Arten die als "moderne" Heilplanzen gelten, wie Sonnenhut, Nachtkerze, Kapuzinerkresse und viele andere.



Kapuzinerkresse



Salbei



Nachtkerze



Engelwurz (Angelika)

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