• +++ Herzlich willkommen auf der Homepage des Laborantendorfes Bockau +++

Herzlich willkommen im Laborantendorf des Erzgebirges !

Unser kleines idyllisch gelegenes Gebirgsdorf ist seit Jahrhunderten als ein alter Kräuter- und Laborantenort im Erzgebirge bekannt und die Traditionen sind auch heute noch in der "Wurzelbucke" lebendig. Wir freuen uns, dass Sie den Weg ins beschauliche Bockau gefunden haben und laden Sie auf eine lohnende Reise durch unseren Ort ein. Viel Interessantes gibt es hier zu entdecken, vor allem viel Wissenswertes rund um die Kräuter-, Heil- und Laborantenpflanzen, aus der Historie und natürlich aus der Gegenwart.

Bockau ist eine aktive Gemeinde mit vielen verschiedenen Einrichtungen, Vereinen und Interessengemeinschaften, die Traditionen pflegen und auch rege in verschiedenen Bereichen vertreten. Vor allem zeichnet sich unsere Dorfgemeinschaft durch vielfältige kulturelle und sportliche Aktivitäten aus. Besuchen Sie uns zu unserem traditionellen Bockauer Wurzelfest am 3. Wochenende im August. Hier können Sie die Verbundenheit der Einwohner mit ihrem Ort erleben. Aber auch unsere thematischen Wanderwege und die herrliche Landschaft im Naturpark Erzgebirge/Vogtland machen Lust zahlreiche Geheimnisse in und um Bockau zu entdecken.

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - in Bockau finden Sie ein ganz besonderes Kleinod und ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Es grüßt Sie mit einem herzlichen "Glück Auf"

Ihr Siegfried Baumann
Bürgermeister

Aktuelles aus dem Ortsgeschehen

14.05.2018
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Zwei neue Dauerausstellungen im Stickereimuseum

(USt) Das Stickereimuseum in Eibenstock hat sich in den vergangenen zwei Jahren als Projektpartner beim EU-Projekt "Traditionelle Handwerke in der Euregio Egrensis" mit dem Projekt der Errichtung einer Ausstellung über erzgebirgische Volkskunst beteiligt. Hintergrund dieser Projektarbeit war die Schaffung der Voraussetzungen für zwei neue Dauerausstellungen im Obergeschoss des Gebäudes des Stickereimuseums. Zum einen wurde für das Lebenswerk des Schnitzkünstlers Gottfried Krauß aus Johanngeorgenstadt ein großer Ausstellungsraum eingerichtet. Zum anderen fand das Großprojekt "Mechanische Landschaften" von Peter Uhlig aus Chemnitz/Dresden seinen endgültigen Platz im Eibenstocker Museum. Beide Ausstellungsideen hatten eine jeweils sehr individuelle Vorgeschichte. Von der ersten Planung bis zur Eröffnung am Freitagabend sind zwei Jahre vergangen. Gottfried Krauß und Peter Uhlig konnten sie nicht mehr miterleben, beide sind verstorben. Matthias Schürer, Leiter des Stickereimuseums in Eibenstock ist stolz: "Die künstlerische Umsetzung der Werke ist etwas Besonderes. Sie sind geprägt von hoher Qualität." Gottfried Krauß hat die Menschen des Alltages dargestellt. Ob Landwirtschaft, Bergbau oder auch Waldarbeiter. Die mechanischen Landschaften von Peter Uhlig versetzen ebenfalls in Staunen: über 40 sind zu sehen auf der Anlage, die im Tag- und Nachtmodus gezeigt wird.

Am 11. Mai 2018, 18 Uhr, wurde dieser neue Trakt im Stickereimuseum Eibenstock nunmehr der Öffentlichkeit übergeben. Aufgrund der Tatsache, dass Gottfried Krauß aus Johanngeorgenstadt stammte, waren sehr viele Johanngeorgenstädter Freunde gekommen. Der Chor des Erzgebirgsvereins Johanngeorgenstadt, dem Gottfried Krauß selbst jahrelang angehörte, eröffnete die kleine Feierstunde mit zwei Liedern. Der Leiter des Stickereimuseums Eibenstock, Matthias Schürer, begrüßte die Gäste. Bürgermeister Uwe Staab ging in seiner Rede auf die Entwicklung dieses Projektes gemeinsam mit den tschechischen und deutschen Projektpartnern ein. In bewegenden Worten dankten die Familien Krauß/Bormann bzw. Uhlig der Stadt Eibenstock für ihr Engagement zur Einrichtung dieser Ausstellungen. Hierfür erhielten die beiden Familien großen Beifall. Nach zwei weiteren Liedern des Johanngeorgenstädter Chores sprachen der 1. Beigeordnete des Landrates, Andreas Stark, die Vorsitzende des Erzgebirgsvereins, Frau Dr. Gabriele Lorenz, der Bürgermeister der Stadt Johanngeorgenstadt, Holger Hascheck, das Projektmanagement, Frau Slamova/Herr Merx, der Vorsitzende Bergbaumuseumsvereins in Reinsdorf, Herr Aurich, und der Vorsitzende des Erzgebirgszweigvereins Johanngeorgenstadt Tom Pote Grußworte. Letzterer war jahrelang auch Vorstand vom Schnitzverein und kannte Gottfried Krauß sehr gut. Der 28-jährige Medizinstudent sagt: "Er hat uns alle geprägt, nicht nur im Schnitzen, das er uns beigebracht hat, sondern auch in der Lebenseinstellung." Vor der Freigabe der Ausstellung durch Matthias Schürer sangen alle Anwesenden unter Begleitung von Siegfried Meyer das Steigerlied. Besonders die Gäste aus Thüringen und Tschechien bestätigten, dass dies für sie ein kleiner Gänsehaut-Moment war. Zur Ausstellung selbst gab es viel Lob, da alle Exponate würdig präsentiert wurden.

Förderung gab es über das EU-Projekt "Traditionelle Handwerkskunst in der Euregio Egrensis", in dem die Stadt Eibenstock einer von vier Partnern ist. Investiert wurden 168.500 Euro. Die Förderung liegt bei rund 143.000 Euro. Allein für die bauliche Umgestaltung hat man rund 107.000 Euro aufgewendet, inklusive Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen. Ein verhältnismäßig geringer Teil von 26.500 Euro ist in die eigentliche Ausstattung der neuen Ausstellungsfläche geflossen. Das Stickereimuseum in Eibenstock ist um zwei Schätze erzgebirgischer Volkskunst reicher. Diese Ausstellung bietet Platz und Möglichkeiten für eine weitere Vergrößerung aller Sammlungen. Das Stickereimuseum Eibenstock gehört wohl zu den bedeutendsten Museen im Erzgebirge und kann nun mit zusätzlichen Attraktionen um neue Gäste für die Region werben.
Die Redaktion